Erbengemeinschaft
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Der Verkauf des Erbanteils

Als Mitglied einer Erbengemeinschaft hat man jederzeit die Möglichkeit, seinen Erbanteil zu verkaufen. Hierzu bedarf es „nur“ eines Kaufinteressenten. Der Vertrag muss notariell geschlossen werden. Wichtig aber: die Mitwirkung der übrigen Miterben ist gerade nicht(!) erforderlich, insbesondere müssen sie nicht zustimmen. Das Gesetz schützt ihre Interessen, indem sie innerhalb von zwei Monaten ab Verkauf ein Vorkaufsrecht ausüben und so den verkauften Erbanteil selbst aufkaufen können. Dies sieht der Gesetzgeber als ausreichenden Schutz der Miterben für den Fall an, dass ein Mitglied der Erbengemeinschaft seinen Erbanteil an einen Dritten verkauft.
Interessieren Sie sich für den Verkauf ihres Erbanteils, so sollten Sie einige wichtige Punkte beachten. Insbesondere brauchen Sie eindeutige Klarheit über die Vermögensgegenstände und Schulden, die in der Erbschaft enthalten sind. Auch sollten Sie eine grobe Vorstellung haben, was ihr Erbanteil wert ist. Nutzen Sie zu diesen beiden wichtigen Fragen meine Webseite! Auf PRAXIS: Erbteil verkaufen gebe ich wichtige Informationen, wie Sie den Erbanteilsverkauf einleiten können. Mein Erbrechner hilft ihnen bei der Bewertung ihres Erbteils.

 

Erbteil verkaufen oder Teilungsversteigerung einleiten?

Erbengemeinschaften haben keine Ewigkeitsgarantie. Gehört eine Immobilie zum Nachlass, wird sie im günstigsten Fall einvernehmlich freihändig verkauft. Scheitert ein Verkauf, sollte die Teilungsversteigerung Ultima Ratio sein. Eine bessere Alternative ist dann allemal der Verkauf des Erbteils. Eine Teilungsversteigerung ist ein Sonderfall der normalen Immobilienzwangsversteigerung. Sie führt erfahrungsgemäß zu einem weitaus geringeren Erlös als der freihändige Verkauf. Das Teilungsversteigerungsverfahren ist mit vielen Unsicherheiten und komplexen Rechtsvorschriften behaftet. Je nachdem, wie sie genutzt werden, verzögern sie das Verfahren erheblich. Entscheidungen in der Erbengemeinschaft können ausnahmsweise mit Stimmenmehrheit getroffen werden, sofern die ordnungsgemäße Verwaltung des Nachlasses eine bestimmte Maßnahme gebietet. Welche Optionen bestehen? Erbengemeinschaften sind Zwangsgemeinschaften. Ein Miterbe hat drei Möglichkeiten, sich seiner Zwangsmitgliedschaft zu entledigen. Er kann seinen Erbteil verkaufen, gegen Abstandszahlung seinen Erbteil aufgeben (Abschichtung) oder darauf bestehen, dass das Nachlassvermögen, soweit es nicht aus Bargeld besteht, zu Geld gemacht wird. Nicht teilbare Gegenstände (z.B. KFZ) sind durch Pfandverkauf, Grundstücke und Immobilien durch das spezielle [...]

Rechtskauf

Beim Sachkauf werden körperliche Gegenstände, beim Rechtskauf Rechte verkauft. Der Erbschaftskauf kann in der Sache ein bloßer Rechtskauf sein, wenn der Nachlass nur ein Recht an etwas zum Gegenstand hat (z.B. Patentrecht eines Unternehmers) oder eine Sach- oder Rechtsgesamtheit, wenn der Nachlass aus mehreren Gegenständen und Rechten besteht. Beim Erbschaftskauf bleibt der Erbe selbst Erbe, der Erbschaftskäufer tritt lediglich in die vermögensrechtliche Position des Erben als Erbschaftsverkäufer ein. Im Erbrecht gibt es den Erbschaftskauf. Wer eine Erbschaft verkaufen oder kaufen möchte, verkauft oder kauft den Erbanteil an einem Nachlass. Es handelt sich um einen Rechtskauf. Was es damit auf sich hat, ist erklärungsbedürftig. Ohne Juristerei geht es nicht Gegenstand eines Kaufvertrages können Sachen oder Rechte sein. Juristen sprechen dann vom Sachkauf und Rechtskauf. Das Thema Rechtskauf ist sehr juristisch. Wenn Sie Erbe sind und Ihren Anteil am Nachlass frühzeitig und schnellstmöglich zu Geld machen möchten, sollten Sie wissen, auf welchen Grundlagen [...]

Erbengemeinschaft München

Der Tod eines geliebten Menschen ist ebenso bedauerlich wie unvermeidbar. Doch kaum ist die Trauer gelindert, muss das Erbe des Verstorbenen verwaltet werden. Nicht immer ist dabei dank eines Testaments oder aufgrund der gesetzlichen Erbfolge eindeutig geklärt, welche Personen den Nachlass antreten. Erben mehrere Personen zusammen, so kommt es zur Bildung einer Erbengemeinschaft. Gerade in größeren Ballungszentren wie München kann dies zu besonderen Möglichkeiten für die Erbengemeinschaft führen. Lesen Sie im Folgenden mehr! Die Erbengemeinschaft – was ist das eigentlich? Weite Teile des in Deutschland geltenden Zivilrechts waren in ähnlicher Form bereits in den antiken Kulturen bekannt. So etwa im mächtigen Rom, das schon einige der uns heute bekannten Paragrafen verwendete. Aber auch aus anderen Kulturkreisen wurden derartige Regelungen übernommen. So wie etwa aus dem ehemaligen Germanien, das als Vorreiter für das moderne Erbrecht gilt. Die hier zu besprechende Erben- oder Miterbengemeinschaft war einigen früheren Völkern also bereits vor mehr als 2.000 Jahren [...]

Erbauseinandersetzungsklage

Erbauseinandersetzungsklagen sind mit vielerlei Risiken behaftet. Sie setzen die Teilungsreife des Nachlasses voraus und scheitern meist genau aus diesem Grund. Vor der Klageeinreichung ist der Nachlass auseinanderzusetzen. Grundstücke unterliegen der Teilungsversteigerung. Bewegliche Gegenstände sind durch Pfandverkauf zu verwerten. Soweit der Erblasser Teilungsanordnungen verfügt oder die Nachlassteilung für einen bestimmten Zeitraum ausgeschlossen oder von einer Bedingung abhängig gemacht hat oder noch nicht alle Erben feststehen, ist die Erbauseinandersetzungsklage unzulässig. Mit der Erbauseinandersetzungsklage ist der Miterbe, der die Auseinandersetzung verweigert, auf Zustimmung zu verklagen. Statt der Klage sollte auch ein Vermittlungsgespräch durch einen Notar oder der Verkauf des Erbanteils in Betracht gezogen werden. Vorab: Erbauseinandersetzungsklage ist kein gängiger Rechtsweg Eine Erbauseinandersetzungsklage ist für die Miterben einer Erbengemeinschaft der letzte Ausweg, den Nachlass auseinanderzusetzen. Sie verspricht mehr, als ihr Name halten kann. Für Anwälte ist sie ein Schreckgespenst. Ihre Erfolgsaussichten vor Gericht sind grundsätzlich als gering einzuschätzen. Jedem Erben, der sich in einer Erbengemeinschaft [...]

Ausgleichungspflicht für Vorempfänge

Was versteht man unter der Ausgleichungspflicht? Bei Vorempfängen handelt es sich um Zuwendungen des Erblassers an einen Abkömmling gleichen Grades, d.h. direkten Nachkommen ( Tochter, Sohn, Enkel, ...), die dieser noch zu Lebzeiten vorgenommen hat und die vom Umfang her so erheblich sind, dass sie eine Gleichbehandlung der Abkömmlinge im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge untereinander vereiteln würden. Hier bestimmt das Gesetz in den §§ 2050ff BGB, dass diese unter bestimmten Umständen im Rahmen der Erbauseinandersetzung zu berücksichtigen sind. Beispiele: die heiratende Tochter bekommt ein Haus; dem Sohn wird die elterliche Firma übertragen; der Erblasser finanziert der Tochter nicht nur ihr Studium sondern auch noch die anschließende Promotion; der Sohn bekommt einen höheren Geldbetrag zum Start in die Selbständigkeit. Warum gibt es diese Regelung? Im Grundsatz sei zunächst einmal festgestellt, dass der Erblasser mit seinem Vermögen machen kann was er will. Entsprechend kann er es auch an wen er will vererben. Eine nicht unerhebliche [...]

Wert Erbteil

Wert des Erbteils ist von mehreren Faktoren abhängig Der Wert des Erbteils, also die Mitgliedschaft an einer Erbengemeinschaft, hängt von vielen Faktoren ab. Neben den naheliegenden Einflussfaktoren, also dem im Nachlass enthaltenen Vermögen und den Schulden, kommen auch noch die Punkte Chance und Risiko hinzu. Gerade wenn ein Nachlass Immobilienvermögen oder Gesellschaftsanteile beinhaltet, wird die Bewertung schwierig. Aktiva und Passiva Als Miterbe ist es angebracht, sich im ersten Schritt einen Überblick über den Nachlass zu verschaffen. Hierzu ermittelt man die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten. Anhaltspunkt für die Ermittlung kann beispielsweise das Testament sein. Sobald ein vollständiges oder zumindest umfassendes Bild über die Aktiva und Passiva des Nachlasses vorliegt, kann man sich als Erbe Gedanken machen, wie die einzelnen Gegenstände zu bewerten sind. Am einfachten ist die Bewertung von Wirtschaftsgütern mit Tageswert, beispielsweise Gold, Schmuck oder Aktien. Diese können schlicht zum Tagespreis aufsummiert werden. Allerdings schon bei Kunstgegenständen und [...]

Erbteil verkaufen München

Als Mitglied einer Erbengemeinschaft, beispielsweise in München, stellt sich früher oder später die Frage, ob man seinen Erbteil verkaufen möchte. Die Hintergründe können vielfältig sein. Man hat als Miterbe nicht nur die Vermögenspositionen bzw. Aktiva des Erblassers übernommen, sondern muss sich auch um die Verwaltung der Erbengemeinschaft kümmern. Dies ist regelmäßig mit Aufwand und ganz besonders auch mit Kosten verbunden. Auch kann die Gefahr eintreten, dass man mit Eigenvermögen für Erblasserverbindlichkeiten haftbar gemacht wird. Verkauf des Erbteils in München Sind in der Münchner Erbengemeinschaft Altbauten, Grundstücke im Stadtgebiet oder andere Immobilien enthalten, so bieten sich dem Erben Optionen, die Verwaltungsaufwände und –kosten nicht unbedingt langfristig zu tragen. Vielmehr hat er die realistische Möglichkeit, seinen Erbteil zu verkaufen. Der äußerst angespannte und teilweise auch überhitzte Immobilienmarkt in München bietet für Miterben besondere Möglichkeiten. Aufgrund der gesamthänderischen Bindung kann der Miterbe allerdings nicht einen in der Erbengemeinschaft enthaltenen Altbau oder ein Grundstück [...]

Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft erzwingen

In der Theorie gibt es den Anspruch des Miterben auf Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft In der Praxis ist die Durchsetzung allerdings schwer bis kaum möglich Alternativen können die Einschaltung eines Mediators oder der Verkauf des Erbteils sein Auseinandersetzung als gesetzliches Ziel Die Erbengemeinschaft hat ein klares Ziel: sie ist auf Auflösung gerichtet, d.h. ihr expliziter Zweck ist die Auseinandersetzung. Entsprechend stellt sich die Frage, ob der einzelne Miterbe Möglichkeiten hat, die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu erzwingen. Dies könnte einem Verkauf des Erbteils vorzugswürdig sein. Klare Antwort: rechtlich hat er die Möglichkeit, in der Praxis hingegen nicht. Gibt es einen Miterben, der sich stur stellt und quer geht, so ist man diesem Zeitspiel ausgeliefert. Aber der Reihe nach... Anspruch auf Auseinandersetzung Diesen hat jeder Miterbe, sobald die Teilungsreife vorliegt, § 2043 BGB. Voraussetzung der Teilungsreife ist unter anderem, dass alle Nachlassverbindlichkeiten befriedigt, eventuelle Anordnungen des Erblassers erfüllt sind und kein [...]

Erbschaftskauf

Der Erbschaftskaufvertrag stellt den schuldrechtlichen Teil beim Verkauf des Erbteils dar; im Anschluss wird der Erbteil dinglich übertragen Mit Verkauf des Erbteils wird der Verkäufer insbesondere nicht aus seiner Haftung gegenüber Nachlassgläubigern befreit Der Verkauf des Erbteils kann an jeden erfolgen, eine Zustimmung der Miterben ist nicht erforderlich. Sie werden durch ein Vorkaufsrecht geschützt Abzugrenzen ist der Verkauf des Erbteils vom Erbverzicht. Hierbei handelt es sich um einen Erklärung des Erben vor dem Tod des Erblassers. Vorbemerkung: Eigenheiten des deutschen Erbrechts Nach § 2371 BGB hat der Erbe die Möglichkeit, seine angefallene Erbschaft zu verkaufen und damit nicht auf die Erbauseinandersetzung angewiesen zu sein. Dies gilt sowohl für den Alleinerben, der seine gesamte Erbschaft verkauft, wie auch für den Miterben, der seinen Anteil an der Erbschaft, den Erbteil, verkauft. Da Gegenstand meiner Webseite die Erbengemeinschaft ist, beschränken sich nachfolgende Ausführungen auf den Erbschaftskauf und die Erbteilsübertragung des Miterben, der Alleinerbe wird [...]

Erbteil an Miterben verkaufen

Sind Immobilien, Grundstücke oder Altbauten Teil der Erbengemeinschaft, so kann der Verkauf des Erbteils an einen der Miterben interessant sein Der Miterbe erhält durch seinen erhöhten Anteil im Rahmen einer möglichen Teilungsversteigerung eine exzellente Position Vorteil durch den Verkauf des Erbteils Die Interessen, seinen Erbteil zu verkaufen, können vielfältig sein. Der eine will möglichst schnell den wirtschaftlichen Vorteil der Erbschaft heben und „Geld bekommen“. Für andere steht die Vermeidung der psychischen Belastung oder Erbstreit im Vordergrund, denn laufende Verhandlungen und Streitereien mit den Miterben, häufig Verwandte, können zu einer erheblichen Belastung führen. Wieder andere wollen wirtschaftliche Risiken reduzieren oder können sich die laufenden Kosten, die im Rahmen der Verwaltung der Erbengemeinschaft anfallen, nicht leisten. Für all diese Fälle steht dem Miterben die Möglichkeit offen, dass er seinen Erbteil verkauft. Hierzu schließt er mit einem Interessenten einen Kaufvertrag ab, den sog. Erbschaftskauf. Im Anschluss daran überträgt er ihm seinen Erbteil. Als Käufer kommen sowohl Außenstehende, [...]

  • Aktuelle Rechtsprechung zur Erbengemeinschaft
    Rechtsprechung und Urteile zur Erbengemeinschaft Das Erbrecht im Allgemeinen und die Erbengemeinschaft im Besonderen sind laufend von der aktuellen Entwicklung der Rechtsprechung betroffen: Pflichten der Miterben, Rechte im Rahmen der Verwaltung des gemeinsamen Nachlasses, Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Erbteilsverkauf... Zu all diesen Themen lesen Sie hier regelmäßig ein Update [... mehr lesen]
  • Erbengemeinschaft auflösen
    Die Die Erbengemeinschaft stellt eine Zwangsgemeinschaft dar, die explizit auf Auflösung gerichtet ist. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1) Die Miterben schließen eine Auseinandersetzungsvereinbarung in der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird; 2) Alle Erbanteile werden auf einen der Miterben oder einen Dritten vereinigt, in der Regel durch einen Verkauf der [... mehr lesen]
  • Infografiken zur Erbengemeinschaft
    Rechtliche Aspekte sind kompliziert, Erbrecht ganz besonders. Über meine Infografiken haben Sie die Möglichkeit sich dem Thema Erbrecht und Erbengemeinschaft einfach zu nähern. Was ist eine Erbengemeinschaft? Wie komme ich da rein, wie komme ich da raus? Was kann ich mit meinem Erbteil machen? All diese Fragen beantworte ich [... mehr lesen]
  • Praxistips für Erben
    Mit dem Tod des Erblassers kommt auf den Alleinerben oder die Erbengemeinschaft eine ganz neue Aufgabe zu. Neben den ersten Schritten, wie beispielsweise der Organisation der Bestattung und der Benachrichtigung diverser Ämter, Firmen und Personen, kommen schnell Fragen rund um die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses auf. Welche Handlungen muss der Erbe vornehmen? Welche darf er überhaupt [... mehr lesen]
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