Erbengemeinschaft
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Den Nachlass bewerten

Für Miterben einer Erbengemeinschaft ist diese Frage von zentraler Bedeutung: was ist mein Erbteil eigentlich wert. Nicht nur die Höhe der Erbschaftssteuer setzt am Wert des Nachlasses an. Für den einzelnen Miterben ist der Wert des Nachlasses zentrales Kriterium, wieviel Zeit, Geld und Energie er in die Verwaltung und Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft stecken kann und mag. Denn gerade bei größeren Erbengemeinschaften dürfen diese Aufwände keinesfalls unterschätzt werden.

Zur Bestimmung des Nachlasswertes ist es angebracht, mit einer Aufstellung der Aktiva und Passiva zu beginnen. Jeder einzelne Gegenstand muss dann sinnvoll mit einem Preisschild versehen werden. Darüber hinaus sollte man sich Gedanken über besondere Chancen und Risiken der Erbschaft machen. Und zuletzt ist der Aufwand für die Auseinandersetzung in Abzug zu bringen. Denn erst wenn dieser erbracht wurde, wird aus der Gesamthandsgemeinschaft tatsächlich nutzbares Einzelvermögen.

 

Ausgleichsanspruch für besondere Leistungen

Ausgleichsanspruch vs. Ausgleichungspflicht Ein Ausgleichsanspruch steht einem Abkömmling des Erblassers immer dann zu, wenn er durch besondere Leistungen dazu beigetragen hat, das Vermögen des Erblassers zu erhalten oder zu vermehren, ohne dafür ein (angemessenes) Entgelt bekommen zu haben, § 2057a BGB. Dem Willen des Gesetzgebers nach sollen diese Leistungen im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen gesetzlichen Erben Berücksichtigung finden. Der Ausgleichsanspruch ist insbesondere abzugrenzen von der sog. Ausgleichungspflicht. Bei jener geht es darum, dass ein Abkömmling zu Lebzeiten Zuwendungen vom Erblasser erhält, die auf sein gesetzliches Erbrecht angerechnet werden sollen. Regelmäßig handelt es sich hierbei um eine Ausstattung oder Zuschüsse, die als Einkünfte dienen sollen.  Hier geht der Gesetzgeber davon aus, dass im Fall der gesetzlichen Erbfolge alle Abkömmlinge gleich behandelt werden sollen, unabhängig davon ob die Zuwendung im Wege der Erbfolge oder noch zu Lebzeiten erfolgt ist. Entsprechend muss der Empfänger sich diese Empfänge auf seinen Auseinandersetzungsanspruch anrechnen lassen, mithin also genau das [...]

Wert Erbteil

Wert des Erbteils ist von mehreren Faktoren abhängig Der Wert des Erbteils, also die Mitgliedschaft an einer Erbengemeinschaft, hängt von vielen Faktoren ab. Neben den naheliegenden Einflussfaktoren, also dem im Nachlass enthaltenen Vermögen und den Schulden, kommen auch noch die Punkte Chance und Risiko hinzu. Gerade wenn ein Nachlass Immobilienvermögen oder Gesellschaftsanteile beinhaltet, wird die Bewertung schwierig. Aktiva und Passiva Als Miterbe ist es angebracht, sich im ersten Schritt einen Überblick über den Nachlass zu verschaffen. Hierzu ermittelt man die Vermögensgegenstände und die Verbindlichkeiten. Anhaltspunkt für die Ermittlung kann beispielsweise das Testament sein. Sobald ein vollständiges oder zumindest umfassendes Bild über die Aktiva und Passiva des Nachlasses vorliegt, kann man sich als Erbe Gedanken machen, wie die einzelnen Gegenstände zu bewerten sind. Am einfachten ist die Bewertung von Wirtschaftsgütern mit Tageswert, beispielsweise Gold, Schmuck oder Aktien. Diese können schlicht zum Tagespreis aufsummiert werden. Allerdings schon bei Kunstgegenständen und [...]

Testamentsvollstrecker

Einsetzung eines Testamentsvollstreckers Will ein Erblasser sichergehen, dass der in seinem Testament formulierte letzte Wille nach seinem Ableben tatsächlich umgesetzt wird, kann er einen Testamentsvollstrecker bestimmen. Diese Person hat die Aufgabe, den letzten Willen des Erblassers zu verwirklichen. Mit der Anordnung der Testamentsvollstreckung wird den Erben die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über den Nachlass entzogen. Gründe für die Anordnung der Testamentsvollstreckung Ordnet der Erblasser die Testamentsvollstreckung an, gibt es unterschiedliche Gründe. So kann es sein, dass der Erblasser befürchtet, der oder die Erben werden Vermächtnisse und Auflagen aus dem Testament nicht korrekt erfüllen. Erscheinen der oder die Erben nicht in der Lage, den Nachlass ordnungsgemäß zu verwalten, ist es sinnvoll, die Verwaltung einer dafür kompetenten Person zu übertragen und den Erben nur die Nutzungen aus dem Nachlass zugutekommen zu lassen. Vor allem in einer Erbengemeinschaft kann ein kompetenter Testamentsvollstrecker den Nachlass so abwickeln, dass die Miterben sich nicht mit Streitigkeiten gegenseitig [...]

Haftung Erbengemeinschaft

Im Grundsatz ist die Haftung des Erben unbeschränkt, d.h. er haftet auch mit seinem eigenen Vermögen für Nachlasschulden Seine Haftung kann er dauerhaft auf den Nachlass beschränken. Hier stehen die Verfahren Nachlassverwaltung, Nachlassinsolvenz sowie das Aufgebotsverfahren zur Verfügung Für die Zwischenzeit zwischen Anfall der Erbschaft und Entscheidung über die Annahme stehen dem Erben mehrere Einreden zu, die ausschließen, dass er vorschnell unbeschränkt haften muss Grundsatz der Erbenhaftung Mit dem Erbfall geht das Vermögen des Erblasser "als Ganzes" auf die Erben über, § 1922 BGB, d.h. sowohl die Aktiva wie auch die Passiva. Die Erben treten damit in die Stellung des Erblassers ein und haften auch für die Nachlassverbindlichkeiten, § 1967 BGB. Diese Haftung übernehmen sie als Gesamtschuldner, § 2058 BGB, d.h. ein Dritter kann von einem Erben alles verlangen. Dieser Miterbe muss dann innerhalb der Erbengemeinschaft von den übrigen Miterben Ausgleich verlangen, §§ 421ff BGB. Das kann allerdings zu unbilligen Ergebnissen führen, insbesondere [...]

Auflage

Mittels Auflage kann der Erblasser seinen Erben oder Vermächtnisnehmer mit einer bestimmten Pflicht belegen. Dies erlaubt es dem Erblasser genauer zu regeln, wie mit seinem Nachlass umgegangen werden soll. Er kann so bestimmte ihm wichtige Interessen verfolgen Allerdings kann der Erblasser nicht willkürlich bestimmen. Unmögliche, verbotene oder sittenwidrige Leistungen kann er nicht verlangen Was ist eine Auflage? Wer erbt, erhält den Nachlass des Verstorbenen. Es ist aber nicht so, dass der Erbe mit dem Nachlass nur Rechte erwirbt. Er kann auch Pflichten erben. Eine solche Pflicht ist die Auflage. Das Gesetz versteht die Auflage als die in einer Verfügung von Todes wegen enthaltene Anordnung des Erblassers (Testament), die den Erben … zu einer Leistung gegenüber Dritten oder zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen verpflichtet. Der Dritte wird gemeinhin als „Begünstigter“ und derjenige, der die Verpflichtung erfüllen muss, als „Beschwerter“ bezeichnet. Als Beschwerte kommen der Erbe oder der Vermächtnisnehmer in Betracht. Der Erblasser [...]

Erbteil bewerten

Der Nachlass sollte mit dem Verkehrswert zum Verkaufstag bewertet werden. Hierfür sind primär die Aktiva, Passiva und ein Risiko-Chancen-Faktor heranzuziehen Häufig gibt es nicht "die eine richtige Bewertung". Vielmehr muss man sich über verschiedene Herangehensweisen dem Wert annähern. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Seite der Verbindlichkeiten zu werfen. Vor allem unbekannte Verbindlichkeiten führen zu einem großen Haftungsrisiko beim Erbteilskäufer Welcher Wert ist für den Erbteil "der Richtige" Die zentrale Frage rund um den Verkauf des Erbteils ist die Frage nach dem angemessenen Preis. Hierfür vorschnell auf den für die Berechnung der Erbschaftssteuer ermittelten Wert zurückzugreifen, ist meist ungeschickt. Er ist für einen potentiellen Verkauf des Erbteils nur eingeschränkt aussagekräftig. Zum einen stellt er eine Bewertung zum Stichtag des Anfalls der Erbschaft dar, weiter werden Auflagen und Vermächtnisse nicht abgezogen. Zuletzt berücksichtigt er die Chancen und Risiken nicht ausreichend. Gleiches gilt für die Berechnung des Pflichtteils, auch diese ist nicht passend. Daher ist [...]

Teilungsversteigerung

Können sich die Miterben nicht über die Verteilung eines Gegenstandes, typischerweise Grundstück oder Immobilie, einigen, so muss dieses zur Teilung gerichtlich versteigert werden. Hierdurch wird der unteilbare Gegenstand in Geld überführt und damit teilbar gemacht Den Antrag kann im Grundsatz jeder Miterbe jederzeit beim Amtsgericht stellen Mit Abschluss der Teilungsversteigerung wird der Erlös an die Erbengemeinschaft ausgeschüttet und kann von dieser verteilt werden. Damit ist es möglich die Erbengemeinschaft Schritt für Schritt aufzulösen Zum Begriff der Teilungsversteigerung Die Teilungsversteigerung ist eine Form der gerichtlichen Zwangsversteigerung. Bei jener geht es in der Regel darum, dass ein Schuldner nicht mehr in der Lage ist seine Verbindlichkeiten zu erfüllen. Daher beantragt ein Gläubiger die Verwertung seines Vermögens, um dann aus dem Erlös seine Forderungen bezahlt zu bekommen. Bei der Teilungsversteigerung hingegen sind sich mehrere Miteigentümer nicht über den Verbleib des Gegenstandes einig. Um aber nun die Erbengemeinschaft aufteilen zu können, bietet das Gesetz dafür ein Verfahren an. [...]

HEREDITAS » Ratgeber Erbengemeinschaft & Verkauf Erbteil

Empfohlen von Bewertet mit   Guten Tag und herzlich Willkommen! Mein Name ist Dr. Stephan Seitz und ich betreibe HEREDITAS. Als Ratgeber für Erbengemeinschaften richtet sich meine Webseite an Besucher, die zusammen mit weiteren Personen geerbt haben. Ich möchte Ihnen ein Verständnis für die juristischen Grundlagen des Erbrechts und der Erbengemeinschaft geben! Denn nur wer gut informiert ist, kann sich in den Diskussionen mit den Miterben behaupten und damit Risiken und Kosten für sich minimieren. Lesen Sie direkt rein und geben Sie mir gerne Feedback! Ich freue mich von Ihnen zu hören. Keine weitere zeitliche Beanspruchung mit der Verwaltung Keine fortlaufende Beschäftigung mit juristischen Details Laufende Kosten und wirtschaftliche Risiken entfallen Setzen Sie der emotionalen Belastung ein Ende Streitigkeiten innerhalb der Erbengemeinschaft auflösen Genießen Sie finanzielle Vorteile sofort   Den Erbteil verkaufen - geht das einfach so? Die Antwort ist so einfach wie [...]

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    Die Die Erbengemeinschaft stellt eine Zwangsgemeinschaft dar, die explizit auf Auflösung gerichtet ist. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1) Die Miterben schließen eine Auseinandersetzungsvereinbarung in der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird; 2) Alle Erbanteile werden auf einen der Miterben oder einen Dritten vereinigt, in der Regel durch einen Verkauf der [... mehr lesen]
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