Erbengemeinschaft

Der Erbanteil als Beteiligung an der Erbengemeinschaft

Der Anteil des Miterben an der Erbengemeinschaft heißt Erbanteil. Hierbei handelt es sich um eine Beteiligung an der Gesamthandsgemeinschaft, d.h. der Miterbe wird nicht Miteigentümer an den einzelnen Gegenständen der Erbschaft, sondern diese werden von der Erbengemeinschaft als gemeinsames Eigentum gehalten. Aufgabe der Erbengemeinschaft ist es, diese im Lauf der Zeit aufzulösen und so die Erbschaftsgegenstände in Alleineigentum der Erben entsprechend der Erbquote zu überführen. Möchte ein Miterbe dies nicht abwarten oder ist der Aufwand für die Auseinandersetzung zu hoch, so kann er statt dessen auch seinen Erbteil an einen Miterben oder einen Dritten verkaufen. Mit Abschluss des Erbteilsverkaufs scheidet er aus der Erbengemeinschaft aus. Vor dem Ausscheiden aus der Erbengemeinschaft spielen vor allem die Themen Verwaltung der Erbengemeinschaft und Haftung für Nachlassverbindlichkeiten eine besondere Rolle. Die Erben sollten mit diesen Themen intensiv vertraut sein.

Gesellschaften und Erbengemeinschaft

War der Erblasser unternehmerisch tätig, fallen unternehmerische Beteiligungen oder ganze Gesellschaften in den Nachlass. Dann kollidieren oft erbrechtliche und gesellschaftsrechtliche Bestimmungen. Ihre Lösung erfordert besondere Ansätze. Hat der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung Anordnungen getroffen, müssen diese auch gesellschaftsrechtlich funktionieren. Um zu verhindern, dass ein Erblasser im Wege eines Testaments Einfluss auf einen Gesellschaftsvertrag nimmt, geht im Regelfall das Gesellschaftsrecht dem Erbrecht vor. Wenn Sie also Ihre rechtliche Position in einer Erbengemeinschaft einschätzen wollen, müssen Sie wissen, wo Sie als Miterbe stehen. Wenn Sie sich der unternehmerischen Verantwortung nicht stellen wollen oder sich ihr nicht gewachsen fühlen, sollten Sie auch den Verkauf Ihres Erbanteils in Betracht ziehen. Mit dem Verkauf des Erbanteils entledigen Sie sich Ihrer Pflichten als Gesellschafter und Unternehmer. Gehört zum Nachlass ein Unternehmen oder eine unternehmerische Beteiligung, beurteilt sich die Rechtsstellung eines Erben oder einer Erbengemeinschaft danach, um was für eine Form von Unternehmen es sich handelt. Das Gesetz enthält Standardregeln für die Rechtsnachfolge [...]

Erbrecht: Einführung für Erbengemeinschaften in München

Wer diese Welt verlässt, nimmt nichts mit. In schätzungsweise 20 Prozent der Fälle hinterlässt der Verstorbene ein Testament und regelt die Erbfolge nach seinen Wünschen. Gibt es kein Testament, bestimmt die gesetzliche Erbfolge, wer erbt. Wenn Sie glauben, mit dem Tod sei alles vorbei, werden Sie staunen, welch eine Vielzahl von Aspekten mit dem Ableben eines Menschen verbunden sind. Diese Erkenntnis ist nicht das Ergebnis juristischer Gedankengänge, sondern keimt aus der Wirklichkeit, die Leben und Tod bereithalten. Mit dieser Website greife ich ein alltägliches Problem von Erben auf. Möchten Sie schnellstmöglich über Liquidität verfügen oder sich emotionaler oder zeitaufwendiger Auseinandersetzungen in einer Erbengemeinschaft entledigen, biete ich Ihnen mit der Möglichkeit des Verkaufs Ihres Erbteils oder Ihrer Erbschaft eine komfortable Lösung. Im Rahmen dieses Beitrags biete ich Ihnen eine Einführung ins Erbrecht, beispielhaft für einen Erbfall in München. Grundprinzipien des Erbrechts Testierfreiheit: Jeder Mensch hat das Recht, durch eine Verfügung von Todes wegen zu bestimmen, was [...]

Rechtskauf

Beim Sachkauf werden körperliche Gegenstände, beim Rechtskauf Rechte verkauft. Der Erbschaftskauf kann in der Sache ein bloßer Rechtskauf sein, wenn der Nachlass nur ein Recht an etwas zum Gegenstand hat (z.B. Patentrecht eines Unternehmers) oder eine Sach- oder Rechtsgesamtheit, wenn der Nachlass aus mehreren Gegenständen und Rechten besteht. Beim Erbschaftskauf bleibt der Erbe selbst Erbe, der Erbschaftskäufer tritt lediglich in die vermögensrechtliche Position des Erben als Erbschaftsverkäufer ein. Im Erbrecht gibt es den Erbschaftskauf. Wer eine Erbschaft verkaufen oder kaufen möchte, verkauft oder kauft den Erbanteil an einem Nachlass. Es handelt sich um einen Rechtskauf. Was es damit auf sich hat, ist erklärungsbedürftig. Ohne Juristerei geht es nicht Gegenstand eines Kaufvertrages können Sachen oder Rechte sein. Juristen sprechen dann vom Sachkauf und Rechtskauf. Das Thema Rechtskauf ist sehr juristisch. Wenn Sie Erbe sind und Ihren Anteil am Nachlass frühzeitig und schnellstmöglich zu Geld machen möchten, sollten Sie wissen, auf welchen Grundlagen [...]

Ausschluss von der Erbfolge

Wer als Erbe „enterbt“ wird, ist von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Er erhält aber ein Pflichtteilsrecht. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Vollständig enterbt wird ein Erbe dann, wenn ihm der Erblasser aufgrund eines sittlich anstößigen Verhaltens auch seinen Pflichtteil entzieht. Der Entzug des Pflichtteils erfolgt durch letztwillige Verfügung zu Lebzeiten des Erblassers. Ein gesetzlicher oder testamentarisch bestimmter Erbe kann sein Erbrecht im Nachhinein verlieren, wenn ein anderer potentieller Erbe im Wege der Anfechtungsklage vor Gericht dessen Erbunwürdigkeit geltend macht. Erben können durch Vertrag mit dem Erblasser auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Der Verzicht kann auch den Pflichtteil erfassen. Nicht jeder, der Erbe ist, erbt. Auf dem Weg, den Nachlass in Besitz zu nehmen, gibt es immer wieder Stolpersteine. Enterbung, Erbunwürdigkeit oder Erbverzicht führen zum Ausschluss von der Erbfolge. Derjenige, der an sich kraft der gesetzlichen Erbfolge oder durch letztwillige Verfügung des Erblassers als Erbe berufen wäre, erbt dann letztlich nichts. Wer als Erbe [...]

Erbteil verkaufen München

Als Mitglied einer Erbengemeinschaft, beispielsweise in München, stellt sich früher oder später die Frage, ob man seinen Erbteil in München verkaufen möchte. Die Hintergründe können vielfältig sein. Man hat als Miterbe nicht nur die Vermögenspositionen bzw. Aktiva des Erblassers übernommen, sondern muss sich auch um die Verwaltung der Erbengemeinschaft kümmern. Dies ist regelmäßig mit Aufwand und ganz besonders auch mit Kosten verbunden. Auch kann die Gefahr eintreten, dass man mit Eigenvermögen für Erblasserverbindlichkeiten haftbar gemacht wird. Verkauf des Erbteils in München Sind in der Münchner Erbengemeinschaft Altbauten, Grundstücke im Stadtgebiet oder andere Immobilien enthalten, so bieten sich dem Erben Optionen, die Verwaltungsaufwände und –kosten nicht unbedingt langfristig zu tragen. Vielmehr hat er die realistische Möglichkeit, seinen Erbteil zu verkaufen. Der äußerst angespannte und teilweise auch überhitzte Immobilienmarkt in München bietet für Miterben besondere Möglichkeiten. Aufgrund der gesamthänderischen Bindung kann der Miterbe allerdings nicht einen in der Erbengemeinschaft enthaltenen Altbau oder [...]

Erbschaftskauf

Der Erbschaftskaufvertrag stellt den schuldrechtlichen Teil beim Verkauf des Erbteils dar; im Anschluss wird der Erbteil dinglich übertragen Mit Verkauf des Erbteils wird der Verkäufer insbesondere nicht aus seiner Haftung gegenüber Nachlassgläubigern befreit Der Verkauf des Erbteils kann an jeden erfolgen, eine Zustimmung der Miterben ist nicht erforderlich. Sie werden durch ein Vorkaufsrecht geschützt Abzugrenzen ist der Verkauf des Erbteils vom Erbverzicht. Hierbei handelt es sich um einen Erklärung des Erben vor dem Tod des Erblassers. Vorbemerkung: Eigenheiten des deutschen Erbrechts Nach § 2371 BGB hat der Erbe die Möglichkeit, seine angefallene Erbschaft zu verkaufen und damit nicht auf die Erbauseinandersetzung angewiesen zu sein. Dies gilt sowohl für den Alleinerben, der seine gesamte Erbschaft verkauft, wie auch für den Miterben, der seinen Anteil an der Erbschaft, den Erbteil, verkauft. Da Gegenstand meiner Webseite die Erbengemeinschaft ist, beschränken sich nachfolgende Ausführungen auf den Erbschaftskauf und die Erbteilsübertragung des Miterben, der Alleinerbe wird [...]

Erbteil an Miterben verkaufen

Sind Immobilien, Grundstücke oder Altbauten Teil der Erbengemeinschaft, so kann der Verkauf des Erbteils an einen der Miterben interessant sein Der Miterbe erhält durch seinen erhöhten Anteil im Rahmen einer möglichen Teilungsversteigerung eine exzellente Position Vorteil durch den Verkauf des Erbteils Die Interessen, seinen Erbteil zu verkaufen, können vielfältig sein. Der eine will möglichst schnell den wirtschaftlichen Vorteil der Erbschaft heben und „Geld bekommen“. Für andere steht die Vermeidung der psychischen Belastung oder Erbstreit im Vordergrund, denn laufende Verhandlungen und Streitereien mit den Miterben, häufig Verwandte, können zu einer erheblichen Belastung führen. Wieder andere wollen wirtschaftliche Risiken reduzieren oder können sich die laufenden Kosten, die im Rahmen der Verwaltung der Erbengemeinschaft anfallen, nicht leisten. Für all diese Fälle steht dem Miterben die Möglichkeit offen, dass er seinen Erbteil verkauft. Hierzu schließt er mit einem Interessenten einen Kaufvertrag ab, den sog. Erbschaftskauf. Im Anschluss daran überträgt er ihm seinen Erbteil. Als Käufer kommen sowohl Außenstehende, [...]

Erbschaftssteuer Erbengemeinschaft

Als Miterbe einer Erbengemeinschaft muss man den Erbfall gegenüber dem Finanzamt anzeigen und auch eine entsprechende Steuererklärung abgeben Primär geht es in diesem Zusammenhang um die Versteuerung der Bereicherung durch den Todesfall Aber auch Aspekte rund um die Verwaltung der Erbschaft, Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft und Verkauf des Erbteils können steuerrechtlich relevant sein Mehrere Vorgänge in der Erbengemeinschaft können steuerlich relavant sein Neben der reinen Erbschaftssteuer, also der Steuer für den Anfall der Erbschaft, kommen auch noch steuerliche Aspekte rund um die Verwaltung des Nachlasses, bei der Auseinandersetzung und beim Verkauf des Erbteils zum Tragen. Alle vier Aspekte werden nachfolgend beleuchtet. Weiterhin gibt es einen zentralen Aspekt, der die steuerlichen Angelegenheiten deutlich verkompliziert: Enthält der Nachlass Betriebsvermögen (z.B. ein Unternehmen oder eine Beteiligung daran), so stellen sich hierbei komplizierte, einzelfallabhängige steuerrechtliche Fragen. Ich weise nachfolgend vereinzelt auf diese Umstände hin, werde aber in die komplexe Materie nicht tiefer einsteigen. Dies hat zwei [...]

Vorausvermächtnis

Mit dem Vorausvermächtnis kann der Erblasser einem Erben einen bestimmten Gegenstand aus der Erbschaft zukommen lassen Im Gegensatz zum reinen Vermächtnis wird der zugewendete Gegenstand hier nicht auf den Erbteil angerechnet, er wird zusätzlich gewährt Das Gesetz kennt zwei besondere Vorausvermächtnisse: den Voraus und den Dreissigsten Die zwei Varianten des Vorausvermächtnisses Mit einem Vermächtnis beabsichtigt der Erblasser in einem Testament, einer dritten Person einen Vermögensvorteil zukommen zu lassen. Der spezielle Fall eines "Vorausvermächtnisses" liegt üblicherweise vor, wenn der Erblasser einem Miterben innerhalb einer Erbengemeinschaft über seinen Erbteil hinaus einen Vermögensvorteil zuwenden möchte (§ 2150 BGB). Variante 1: Erbe ist Miterbe Zweck ist, dass der Erblasser einen von mehreren Erben innerhalb einer Erbengemeinschaft gegenüber den anderen bevorzugen und ihm einen bestimmten Gegenstand oder Vermögenswert zuwenden möchte. Entscheidend dabei ist, dass das Vorausvermächtnis dem begünstigten Erben nicht auf seinen Erbteil angerechnet wird. Typisches Beispiel ist, dass eines von mehreren Kindern den Erblasser in [...]

Erbteil bewerten

Der Nachlass sollte mit dem Verkehrswert zum Verkaufstag bewertet werden. Hierfür sind primär die Aktiva, Passiva und ein Risiko-Chancen-Faktor heranzuziehen Häufig gibt es nicht "die eine richtige Bewertung". Vielmehr muss man sich über verschiedene Herangehensweisen dem Wert annähern. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Seite der Verbindlichkeiten zu werfen. Vor allem unbekannte Verbindlichkeiten führen zu einem großen Haftungsrisiko beim Erbteilskäufer Welcher Wert ist für den Erbteil "der Richtige" Will man als Miterbe seinen Erbteil verkaufen, so ist es die zentrale Frage: was ist der angemessene Preis? Hierfür vorschnell auf den für die Berechnung der Erbschaftssteuer ermittelten Wert zurückzugreifen, ist meist ungeschickt. Er ist für einen potentiellen Verkauf des Erbteils nur eingeschränkt aussagekräftig. Zum einen stellt er eine Bewertung zum Stichtag des Anfalls der Erbschaft dar, weiter werden Auflagen und Vermächtnisse nicht abgezogen. Zuletzt berücksichtigt er die Chancen und Risiken nicht ausreichend. Gleiches gilt für die Berechnung des Pflichtteils, auch diese ist nicht passend. [...]

  • Aktuelle Rechtsprechung zur Erbengemeinschaft
    Rechtsprechung und Urteile zur Erbengemeinschaft Das Erbrecht im Allgemeinen und die Erbengemeinschaft im Besonderen sind laufend von der aktuellen Entwicklung der Rechtsprechung betroffen: Pflichten der Miterben, Rechte im Rahmen der Verwaltung des gemeinsamen Nachlasses, Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Erbteilsverkauf... Zu all diesen Themen lesen Sie hier regelmäßig ein Update [... mehr lesen]
  • Erbengemeinschaft auflösen
    Die Die Erbengemeinschaft stellt eine Zwangsgemeinschaft dar, die explizit auf Auflösung gerichtet ist. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1) Die Miterben schließen eine Auseinandersetzungsvereinbarung in der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird; 2) Alle Erbanteile werden auf einen der Miterben oder einen Dritten vereinigt, in der Regel durch einen Verkauf der [... mehr lesen]
  • Infografiken zur Erbengemeinschaft
    Rechtliche Aspekte sind kompliziert, Erbrecht ganz besonders. Über meine Infografiken haben Sie die Möglichkeit sich dem Thema Erbrecht und Erbengemeinschaft einfach zu nähern. Was ist eine Erbengemeinschaft? Wie komme ich da rein, wie komme ich da raus? Was kann ich mit meinem Erbteil machen? All diese Fragen beantworte ich [... mehr lesen]
  • Praxistips für Erben
    Mit dem Tod des Erblassers kommt auf den Alleinerben oder die Erbengemeinschaft eine ganz neue Aufgabe zu. Neben den ersten Schritten, wie beispielsweise der Organisation der Bestattung und der Benachrichtigung diverser Ämter, Firmen und Personen, kommen schnell Fragen rund um die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses auf. Welche Handlungen muss der Erbe vornehmen? Welche darf er überhaupt [... mehr lesen]
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Dr. Stephan SeitzMein Artikel hat Ihnen gefallen?
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