HEREDITAS Blog: Aktuelles zur Erbengemeinschaft
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HEREDITAS Blog: Aktuelles für Erbengemeinschaften


Was steckt im Nachlass? So ermitteln Sie den Inhalt der Erbschaft!

Der Erbe wird Rechtsnachfolger des Erblassers. Er kann Einsicht in sämtliche Unterlagen des Erblassers nehmen. Er hat Anspruch auf Auskunft gegen und Information durch Dritte, die mit dem Erblasser in Verbindung standen und ihm zur Auskunft und Information verpflichtet gewesen wären. Als Informationsquellen kommen das Nachlassgericht wegen eines Testaments oder Erbvertrags, Grundbuchamt, Handelsregister oder Finanzamt in Betracht. Weitere Informationsquellen sind insbesondere Banken, Arbeitgeber, Versicherungen oder Gesellschaften, bei denen der Erblasser beteiligt war und jeder, der dem Erblasser vertraglich oder aus sonstigen Gründen in anderer Art und Weise gegenüber verpflichtet war. Hat ein Mensch diese Welt verlassen, gilt es für die Erben, über die Trauer hinaus den Inhalt des Nachlasses zu ermitteln. Manch einer träumt vom dicken Bankkonto und verborgenen Schätzen und macht sich, oft ohne Wissen der anderen Erben, im Haushalt des verstorbenen Erblassers auf die Suche. Das scheinbar Unbekannte hat eben seinen Reiz. Zum Inhalt des Nachlasses gehören aber nicht nur Vermögenswerte, sondern auf [...]

Nutzung von Nachlassgegenständen in der Erbengemeinschaft

Erben mehrere Personen, so bilden sie eine Erbengemeinschaft. In Folge dessen kann kein Miterbe einen Nachlassgegenstand für sich alleine in Anspruch nehmen - weder als Alleinbesitzer noch zur exklusiven Nutzung Vielmehr setzt die Nutzung in der Regel einen Mehrheitsbeschluss der Erbengemeinschaft voraus Nutzt ein Miterbe trotzdem, so können die übrigen Erben Ansprüche auf Unterlassung, ggf. Nutzungsersatz, erheben In einer Erbengemeinschaft verwalten die Erben das Erbe gemeinsam. Die Gemeinschaft der Erben ist bis zur Auseinandersetzung des Nachlasses auch gemeinschaftlich Eigentümer desselben. Juristisch spricht man von einer sogenannten Gesamthandsgemeinschaft, denn es sind noch keine bestimmten Teile des Erbes einzeln auf die Erben aufgeteilt. Etwas Anderes würde nur dann gelten, wenn der Erblasser in seinem letzten Willen bestimmte Verfügungen über einzelnen Gegenstände etwa durch Vermächtnis getroffen hätte. Die Gesamthandsgemeinschaft verpflichtet die Erben zu gemeinsamem Handeln, sie können nur gemeinschaftlich über das Erbe verfügen. Grundsätzlich hat so jeder Miterbe innerhalb der Erbengemeinschaft kein Recht, die Nutzung eines bestimmten Nachlassengegenstandes ohne [...]

Haftung in einer Erbengemeinschaft: In welchem Umfang hafte ich als Miterbe?

Der Erbe tritt mit Erbanfall in die Position des Erblassers ein. Neben Vermögensgegenständen übernimmt er damit auch die Schulden Zum Schutz des Erben gibt es allerdings mehrere Möglichkeiten, wie die Haftung trotzdem beschränkt werden kann. Hierbei kommt es vor allem darauf an, in welchem zeitlichen Stadium sich die Erbschaft befindet. Erben ist nicht immer einfach, denn eine Erbschaft bedeutet nicht zwangsläufig, ein Haus, ein Auto oder Vermögen zu erben. Manchmal sind mit einer Erbschaft auch Nachlassverbindlichkeiten verbunden. Ganz abgesehen von den erbrechtlichen Auseinandersetzungen, die sich um eine Erbschaft ranken, wenn der Erblasser keine zweifelsfreien Regelungen getroffen hat. Das gilt insbesondere dann, wenn mehrere Erben gemeinschaftlich erben und sich in einer Erbengemeinschaft wiederfinden. Manchmal ziehen nicht alle an einem Strang oder zumindest nicht in dieselbe Richtung. Dann kann es zu Schwierigkeiten kommen. Welche Schwierigkeiten das sind, was gemeinschaftlich erben bedeutet, welche Rechte und Pflichten für die Miterben damit verbunden sind und welche haftungsrechtlichen Konstellationen sich ergeben können [...]

Infografik: Den Erbteil verkaufen

Als Miterbe in einer Erbengemeinschaft kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich fragt wie es weiter geht: Zeit, Kraft und Geld investieren? Oder Abstand von der Erbengemeinschaft nehmen! Genau diese Entscheidung bereitet meine neue Infografik vor: wann und wie kann ich meinen Erbteil verkaufen?

Infografik: Die Erbengemeinschaft

Die rechtlichen Aspekte zur Erbengemeinschaft sind kompliziert. Ich versuche das über meinen Ratgeber Erbengemeinschaft so einfach wie möglich zu machen. Meine neue Infografik zur Erbengemeinschaft hilft Ihnen nochmal mehr! Von der Entstehung über die Verwaltung bis hin zur Auflösung der Erbengemeinschaft - verständlich, umfassend und zielgerichtet erklärt!

Erbteil verkaufen oder Teilungsversteigerung einleiten?

Erbengemeinschaften haben keine Ewigkeitsgarantie. Gehört eine Immobilie zum Nachlass, wird sie im günstigsten Fall einvernehmlich freihändig verkauft. Scheitert ein Verkauf, sollte die Teilungsversteigerung Ultima Ratio sein. Eine bessere Alternative ist dann allemal der Verkauf des Erbteils. Eine Teilungsversteigerung ist ein Sonderfall der normalen Immobilienzwangsversteigerung. Sie führt erfahrungsgemäß zu einem weitaus geringeren Erlös als der freihändige Verkauf. Das Teilungsversteigerungsverfahren ist mit vielen Unsicherheiten und komplexen Rechtsvorschriften behaftet. Je nachdem, wie sie genutzt werden, verzögern sie das Verfahren erheblich. Entscheidungen in der Erbengemeinschaft können ausnahmsweise mit Stimmenmehrheit getroffen werden, sofern die ordnungsgemäße Verwaltung des Nachlasses eine bestimmte Maßnahme gebietet. Welche Optionen bestehen? Erbengemeinschaften sind Zwangsgemeinschaften. Ein Miterbe hat drei Möglichkeiten, sich seiner Zwangsmitgliedschaft zu entledigen. Er kann seinen Erbteil verkaufen, gegen Abstandszahlung seinen Erbteil aufgeben (Abschichtung) oder darauf bestehen, dass das Nachlassvermögen, soweit es nicht aus Bargeld besteht, zu Geld gemacht wird. Nicht teilbare Gegenstände (z.B. KFZ) sind durch Pfandverkauf, Grundstücke und Immobilien durch das spezielle [...]

Rechtsprechung Erbengemeinschaft 2016

Wie schon in 2015 gab es auch in 2016 mehrere ober- und höchstgerichtliche Entscheidungen, die für Erbengemeinschaften praktische Relevanz haben. Lesen Sie nachfolgend, was Sie als Miterbe in jedem Fall wissen sollten. BGH: Keine Pflicht zur Zahlung einer unüblich hohen Maklerprovision für die Vermittlung eines Erbteilsverkaufs BGH, Urteil vom 12.5.2016 - I ZR 5/15 Sachverhalt: Der Miterbe A einer aus zwei Personen bestehenden Erbengemeinschaft (beide je 50%) hat seinen Erbteil an einen Dritten verkauft. Für die Vermittlung, Aufbereitung und Käufersuche hat er einen Makler beauftragt, der eine „unüblich hohe Maklerprovision“ hierfür verlangt hatte. Nach Abschluss des Erbteilskaufvertrags hat der zweite Miterbe (B) allerdings von seinem gesetzlichen Vorkaufsrecht gebraucht gemacht  und entsprechend im Wege des Vorkaufs den Erbteil selbst erworben. Allerdings hatte er die vom Makler geforderte Provision nicht bezahlt. Der Makler geht nun gegen den Vorkäufer (Miterbe B) vor und verlangt die zwischen ihm und dem Miterben A vereinbarte Maklerprovision. Entscheidung: Der BGH verwirft die Revision, [...]

Gesetzliche und gewillkürte Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge ist der Regelfall. Sie tritt ein, wenn der Erblasser keine letztwillige Verfügung von Todes wegen verfasst hat. Deshalb stirbt niemand ohne Erben. Jeder Mensch, der testtierfähig und damit im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, kann eine letztwillige Verfügung verfassen und damit die gesetzliche Erbfolge nach seinen Vorstellungen abändern. Eine letztwillige Verfügung bietet eine Reihe von Optionen, mit denen der Erblasser Anordnungen im Hinblick auf seinen Nachlass treffen kann (z.B. Vermächtnis, Teilungsanordnung, Testamentsvollstreckung). Vielleicht ist es ein Ausgleich dafür, dass man nichts ins Jenseits mitnehmen kann.  Alles, was ein Mensch auf Erden hinterlässt, wird vererbt und findet einen neuen Besitzer. Dafür sorgt die Erbfolge. Ob die Erbfolge auf gesetzlichen oder gewillkürten Wegen eintritt, hat jeder Erblasser selbst in der Hand. Die Unterschiede sollten Sie als potentieller Erblasser jedenfalls kennen. Sind Sie Erbe, sollten Sie wissen, nach welchen Regeln Ihre Erbschaft verläuft. Am Anfang steht Grundsätzliches Wenn von der gesetzlichen und der [...]

Rechtsprechung Erbengemeinschaft 2015

Das Jahr 2015 hat viele wichtige Urteile und Beschlüsse rund um die Erbengemeinschaft gebracht. Nachfolgend finden Sie einen Überblick der aktuellen Entwicklungen, die für Miterben von besonderem Interesse sind. BGH: Übertragen die Erben sämtliche Erbteile an mehrere Erwerber, so führt dies nicht zur Auflösung der Erbengemeinschaft BGH, Beschluss vom 22.10.2015 – V ZB 126/14 Sachverhalt: Ein Erblasser hat zwei Erben hinterlassen. Der Nachlass hat im wesentlichen aus einem Grundstück bestanden. Die beiden Miterben haben ihre jeweiligen Anteile an zwei Erwerber übertragen. Im Grundbuch wurden die Erwerber nicht als Miteigentümer zu Bruchteilen eingetragen, sondern als Eigentümer in Erbengemeinschaft. Hiergegen wenden sich die neuen Eigentümer, sie wollen als Bruchteilseigentümer eingetragen werden. Entscheidung: Das Begehren der neuen Eigentümer führt nicht zum Erfolg. Vermögensgegenstände in einer Erbengemeinschaft stellen Gesamthandsvermögen dar. Durch die Übertragung des Erbteils wird alleine die vermögensrechtliche Stellung an der Erbschaft im gesamten übertragen, nicht hingegen wird die rechtliche Beziehung zu den Inhalten des Nachlasses geändert. Demnach [...]

Erbauseinandersetzung – Probleme, Risiken, Lösungen

Soll der Nachlass auseinandergesetzt werden, haben die Erben zunächst eventuelle Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern des Erblassers zu bedienen. Sie können Nachlasswerte verkaufen oder untereinander aufteilen. Will sich ein Miterbe nicht auf Streitigkeiten einlassen, kann er seinen Erbanteil auch verkaufen. Ist eine Verständigung unter den Erben nicht möglich, kann mithilfe eines Mediators oder durch Vermittlung eines Notars außergerichtlich eine Einigung herbeigeführt werden. Ist eine außergerichtliche Einigung nicht möglich, bleibt als Ultima Ratio die Erbauseinandersetzungsklage.  Sie ist mit erheblichen Risiken belastet. Ihr Erfolg ist schwierig vorhersehbar. Die Auseinandersetzung des Nachlasses kann auch ausgeschlossen sein, wenn noch nicht alle Erben oder Gläubiger feststehen oder der Erblasser Vorgaben für die Auseinandersetzung gemacht hat. Erben mehrere Personen den Nachlass, bilden sie eine Erbengemeinschaft. Erbengemeinschaften sind Zwangsgemeinschaften und naturgemäß nicht auf Dauer angelegt. Jeder der Erben kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen. In letzter Konsequenz muss die Auseinandersetzung des Nachlasses mit der Erbauseinandersetzungsklage betrieben werden. Wer diesen Weg wählt, sollte wissen, welche Risiken damit [...]

  • Aktuelle Rechtsprechung zur Erbengemeinschaft
    Rechtsprechung und Urteile zur Erbengemeinschaft Das Erbrecht im Allgemeinen und die Erbengemeinschaft im Besonderen sind laufend von der aktuellen Entwicklung der Rechtsprechung betroffen: Pflichten der Miterben, Rechte im Rahmen der Verwaltung des gemeinsamen Nachlasses, Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Erbteilsverkauf... Zu all diesen Themen lesen Sie hier regelmäßig ein Update [... mehr lesen]
  • Erbengemeinschaft auflösen
    Die Die Erbengemeinschaft stellt eine Zwangsgemeinschaft dar, die explizit auf Auflösung gerichtet ist. Hierfür gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: 1) Die Miterben schließen eine Auseinandersetzungsvereinbarung in der die Verteilung des Nachlasses geregelt wird; 2) Alle Erbanteile werden auf einen der Miterben oder einen Dritten vereinigt, in der Regel durch einen Verkauf der [... mehr lesen]
  • Infografiken zur Erbengemeinschaft
    Rechtliche Aspekte sind kompliziert, Erbrecht ganz besonders. Über meine Infografiken haben Sie die Möglichkeit sich dem Thema Erbrecht und Erbengemeinschaft einfach zu nähern. Was ist eine Erbengemeinschaft? Wie komme ich da rein, wie komme ich da raus? Was kann ich mit meinem Erbteil machen? All diese Fragen beantworte ich [... mehr lesen]
  • Praxistips für Erben
    Mit dem Tod des Erblassers kommt auf den Alleinerben oder die Erbengemeinschaft eine ganz neue Aufgabe zu. Neben den ersten Schritten, wie beispielsweise der Organisation der Bestattung und der Benachrichtigung diverser Ämter, Firmen und Personen, kommen schnell Fragen rund um die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses auf. Welche Handlungen muss der Erbe vornehmen? Welche darf er überhaupt [... mehr lesen]
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